Was es heißt, ein Lichtzentrum zu führen
Spannende Einblicke vom ersten Gedanken bis zur Umsetzung

Ein Artikel aus dem Amritabha Magazin 02-2005

Wer sich im Umfeld des Château Amritabha umhört, wird entdecken, dass einige Berater und Lehrer mit Agni´s Unterstützung ein eigenes Lichtzentrum eröffnet haben. Andere stehen schon in den Startlöchern oder sind auf dem Weg an ihren eigenen Platz. So verlassen auch drei unserer Hausbewohner das Château in diesem Jahr, und planen ihr eigenes Lichtzentrum: Saran geht im März nach Seattle, USA. Sath geht im Mai zusammen mit seiner Partnerin Kalu nach Kaliningrad, Russland. Und Xaro zieht im August auf die Insel Madagaskar, Afrika.

Zimbel

Nicht wenige Menschen träumen davon, allein oder gemeinsam mit anderen in einem spirituellen Umfeld zu leben. Ganze Heerscharen reisen nach Indien in die verschiedensten Meditationszentren oder in Klöster unterschiedlichster Weltanschauungen. Alle sehnen sich nach Frieden und Einklang, wie er in vielen Zentren präsent ist – weil er gelebt wird. Am liebsten würden die meisten Besucher ganz dort bleiben und immer in diesem Frieden leben. Aber kaum einer erschafft selbst einen solchen Ort für sich und andere. Da fragt sich ein außenstehender Beobachter berechtigterweise: woher nehmen die drei den Mut dazu? Und überhaupt: wie schaffen sie das in der Realität?

Im letzten Herbst berichteten wir hier über die kostenlose Ausbildung zum Lichtzentrumsleiter, die regelmäßig den ganzen August stattfindet. Dabei hatten sich im Château Amritabha während der vier Wochen rund 30 Teilnehmer theoretisch, spirituell und praktisch darauf vorbereitet an ihrem Kraftplatz ein Lichtzentrum zu eröffnen.

Zur Lichtzentrumsleiterausbildung zugelassen sind Alpha Chi Berater und Spirituelle Lehrer. Die entsprechenden Ausbildungswege (vgl. S. 22/23/24) bieten ein solides Fundament, auf dem eine innere Gewissheit wachsen kann, diesen Weg wirklich gehen zu können. Denn wer sich an seinen Kraftplatz begibt, geht auf eine Reise über alle Hindernisse und Widerstände hinweg zur Entwicklung und vollen Entfaltung der eigenen Kraft. Dazu ist es natürlich wichtig, mit den erlernten Techniken und spirituellen Zugängen für andere Menschen viel tun zu können. Denn gut besuchte, florierende Lichtzentren machen am meisten Freude.

Von Außen betrachtet ist ein Lichtzentrum ein Ort für Meditationen oder auch ein Seminarzentrum. Auf inneren Ebenen betrachtet liegen die ausgewählten Kraftplätze auf energetischen Meridianen der Erdkugel bzw. auf einem Knotenpunkt derselben. Wer von seiner ersten Reise an den Kraftplatz zurückkehrt, um sich praktisch auf die Auswanderung vorzubereiten, hat immer etwas Spannendes zu berichten, was ihm dort passiert ist: Erinnerungen an frühere Inkarnationen, Ideen, Kräfte und überraschende Hilfe von Außen. Den Leiter eines Lichtzentrums fördert das Chi an diesem Platz, die Lebensenergie der Erde in Form von verdichtetem Sauerstoff und Licht. Die feinstofflichen Prozesse spiritueller Arbeit wirken durch ihn an dieser Stelle ungleich stärker.

Wer an seinem Kraftplatz angekommen ist, stellt einen Raum für seine regelmäßigen Meditationen zur Verfügung und bringt seine spirituellen Angebote nach Außen, um Licht und Liebe in die Herzen der Menschen zu bringen. Der Lichtzentrumsleiter hält den Raum und die Energie dafür stabil, dass die Menschen sich in seinem Umfeld wohl fühlen und durch ihn ihren eigenen Weg finden. So entstehen lebendige Kontakte, die sich um das Zentrum herum entfalten und auf vielen Ebenen einen gemeinsamen, produktiven Austausch bewirken.

Ein spiritueller Berater oder Lehrer kann also im Ausland mit seinen spirituellen Angeboten seinen Lebensunterhalt bestreiten? Klingt wie erfolgreiche Aussteiger? Ich würde eher sagen, erfolgreiche Umsteiger, die sich erlauben, den eigenen Weg anzutreten und dabei mitten im Leben zu stehen. Jede Geschichte ist ein bemerkenswertes Zeichen von Selbstbewusstsein und Kraft. Jeder Einzelne, der an „seinen Platz“ gegangen ist und dort lebt, hat eine spannende Geschichte zu erzählen – oft auch so wechselvoll wie das normale Leben. Manchen fällt es leicht, sich vor Ort zu etablieren. Andere fassen erst allmählich Fuß. All das sind innere und äußere Prozesse, wesentliche Aufgaben der Persönlichkeit, und bei jedem Menschen verschieden. Aber der Lohn ist, das größte Potential für Freude und Erfüllung in seinem eigenen Lichtzentrum selbst zu realisieren.

Von Berlin bis Zürich, von der Mongolei bis auf die Seychellen, von Spanien bis zum Himalaja bieten schon 64 Lichtzentren spirituelle Beratungen, energetisches Feng Shui, Vorträge und Seminare an (vgl. S. 55). Einige starten Kinderhilfsprogramme mit Spenden aus dem Heimatland, gründen Schulen in abgelegenen Gegenden und unterstützen die Menschen der Region so, wie sie es brauchen. Andere knüpfen fruchtbare Kontakte aus den Bereichen Politik und Wirtschaft, um spirituelle Freiheit auch in die Führungsetagen zu bringen. Der Weg und das Ziel aber ist immer gleich: Liebe, Liebe, Liebe!

Wo liegt mein persönlicher Kraftplatz?

Wer Agni fragt, der möchte irgendwann an seinen Platz. Wir haben es oft erlebt: die Informationen für den richtigen Platz holt Agni aus den höheren Ebenen und sticht zur Markierung eine Nadel in die Weltkarte. Wie bei der Körper-Akupunktur, Agni´s medizinischen Spezialgebiet, wählt er diese reiz-vollen Punkte für die Bewerber aus, weil sie ein großes Potential an Heilung und Wachstum beherbergen, das es anzuregen und zu nutzen gilt. Aber warum nicht selbst einen Ort aussuchen? Das ist kein Problem, nur wissen die meisten, das die Weisheit und Weitsicht Agnis größer sind als ein kleinlicher Verstand, der sich einredet, wo und wie es am besten wäre. Denn der Verstand will Sicherheit und Bequemlichkeit. Aber wer seine Entwicklung zur Vollendung führen will, braucht Einsicht über das optimale Wachstum hin zum liebenden, allumfassenden Bewusstsein. Das ist nicht nur das eigene Ziel, sondern zugleich auch die Kraftquelle, aus der die Menschen schöpfen können und sollen, wenn sie in ein Lichtzentrum kommen.

Besuch bei einigen Lichtzentren im Ausland

Einige Lichtzentren verbinden ihre spirituelle Arbeit mit interessanten Reiseangeboten an alte Kraftplätze und schöne Orte. Warum „den Weg ins Licht“ oder ein andere schönes Seminar nicht in Griechenland oder Australien machen? Du brauchst nur aufmerksam die Anzeigen in diesem Heft zu studieren und im Internet auf deren Webseiten klicken. Wenn du Interesse an spiritueller Arbeit in anderen Ländern hast, sende doch einfach ein paar Emails in die Welt hinaus - und lass dich überraschen, was für liebevolle Menschen und schöne Begebenheiten dir auf deinem weiteren Weg begegnen!
Viele Lichtzentren nehmen übrigens gern für eine gewisse Zeit „Seva-Gäste“ auf. Das heißt: Mithelfen im Lichtzentrum für Unterkunft und Essen (fragen kostet nichts!). Ein solcher Aktivurlaub fördert entscheidende spirituelle Entwicklungsschritte.

Verfasser: Raho

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